Die Kultur der Karibik

Tanz und Musik spielen eine große kulturelle Rolle in der Karibik. Die Eroberung und Besatzung der Karibik durch Frankreich, Spanien, England, die Niederlande und andere europäische Staaten haben ihre Spuren hinterlassen: Die Karibik bietet eine bunte Mixtur aus verschiedenen Sprachen und Kulturen.

Nachdem Columbus 1492 die Karibik „entdeckte“ entbrannte ein regelrechter Wettkampf der europäischen Staaten um die „neue Welt“: es wurde geräubert, gebrandschatzt und unterworfen. Die Zugehörigkeiten der karibischen Inseln wechselten fast täglich, so dass ein bunter Misch-Masch aus afrikanischen und verschiedenen europäischen Sprachen entstand. Dieser hält sich bis zum heutigen Tage: In der Karibik werden mehr als 59 verschiedene Sprachen gesprochen – mehr als irgendwo sonst in der Welt.

Dazu zählen exotische Mischungen, wie zum Beispiel das portugiesisch-niederländische Creole „Papiamento“, das auf den ABC-Inseln gesprochen wird.

Die am meisten gesprochene Sprache der Karibik ist allerdings Spanisch. Aber auch französisch und englisch sind aufgrund der ehemaligen Kolonien sehr verbreitet.Man kann sich so, trotz der vielen unterschiedlichen – und oft kaum verständlichen – Dialekte, gut mit den Einheimischen verständigen.

Religion in der Karibik

Durch die bewegte Geschichte der karibischen Inseln gibt es folglich auch eine große Fülle religiöser Einflüsse. Durch die Versklavung der damaligen Bevölkerung wurden auch die damaligen afrikanischen Gottheiten verboten. Allerdings wurden diese, unter dem Deckmantel katholischer Gottheiten, bei den Einheimischen weiter kultiviert. Die wohl bekannteste Form der karibischen Religionen ist „Voodoo“. Mit dem Image von Hexerei und Zauberei, wie man Voodoo hier sieht, hat dies allerdings nichts zu tun.

Weit verbreitet auf den karibischen Inseln sind auch protestantische Religionsgemeinschaften, denen die meisten der englischsprachigen Inseln anhängen. Jede der protestantischen Inseln hat eine oder mehrere methodistische, baptistische, anglikanische und adventistische Kirchen. Hinzu kommen die Church of God und hinduistische und muslimische Tempel und Moscheen. Auf den französischen Inseln ist zudem die römisch-katholische Kirche sehr verbreitet.

Ebenfalls sehr bekannt, aber vor allem auf Jamaika kultiviert, ist Rastafari. Diese entstand in den 30er Jahren im Rahmen der Black Power-Bewegung und beruft sich auf Ras-Tafari, den König von Äthiopien. Die charakteristischen Rasta-Zöpfe sollen zum einen die Verbundenheit zu Gott und zum anderen den Stolz auf das eigene Heimatland symbolisieren.

Bevölkerung in der Karibik

Durch die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse der Karibik-Inseln ist auch die Bevölkerung bunt gemischt.  Auf den einzelnen Inseln leben insgesamt ca. 35 Mio. Einwohner, von denen die wenigstens Ureinwohner der Inseln sind. Der Großteil der Bevölkerung ist afrikanischer oder europäischer Herkunft, aber auch Kreolen, Inder und Chinesen leben in der Karibik. Durch die verschiedenen Herkünfte und Religionen der Inselbevölkerung, sind die Einheimischen meist auch Fremden und Urlaubern gegenüber freundlich gesinnt. Besonders auf den größeren Inseln und den Touristenstädten, wie Kuba, Barbados oder den Bahames sind die Bewohner meist sehr offen gegenüber den Touristen. Im Landesinneren oder auf nur spärlich bewohnten Inseln sind die Bewohner jedoch häufig noch etwas zurückhaltend.

Musik in der Karibik

Eines haben wohl alle Bewohner der karibischen Inseln gemein, ganz gleich welcher Religion oder Herkunft sie sind: Die Liebe zur Musik. Musik gehört auf den Inseln genauso dazu, wie die immerstrahlende Sonne auf die feinweißen Strände.

Der bekannteste musikalische Export der Karibik ist und bleibt wohl Bob Marley. Mit seinem Reggae-Sound hat er eine ganze Generation beeinflusst und den Reggae ab Mitte der 1970er Jahre mit seiner Band The Wailers weltbekannt gemacht.

Doch auch heute mischen junge Künstler aus der Karibik die weltweiten Charts auf: Ob Wyclef Jean, ehemaliges Mitglied der erfolgreichen HipHop-Gruppe Fugees, Sean Paul oder Rihanna: karibische Musik ist weltweit angesagt und bringt auch die europäische Bevölkerung mit heißen Rhythmen zum Tanzen.

Typisch karibisch ist auch Salsa, was wörtlich übersetzt soviel bedeutet wie scharf oder heiß.

Um den Hüftschwung allerdings so sexy hinzubekommen, wie die Kubaner, erfordert es Talent und natürlich häufiges Training.